Geschichte des Salamander-Areals

Im Westen kein Ost-Lurchi

Die Schuhmarke Salamander ist weltbekannt und beliebt. Auch die DDR wurde zu ihrer Zeit auf das Qualitätsprodukt des Westens aufmerksam und machte dem damaligen Chef Dazert ein Angebot, das dieser nicht ablehnen konnte. Im Folgenden geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in einen Teil der Geschichte des großen Schuherstellers, dem unser Salamander-Areal in Kornwestheim seinen Namen verdankt.

Im Herbst 1973 klingelte plötzlich das Telefon von Salamander-Chef Franz Josef Dazert. Am anderen Ende der Leitung war Hans-Joachim Herzer, der Schuhe kaufen wollte. Der Auftrag sollte 200.000 Paar umfassen - bis Weihnachten wäre schön. Taktiker Dazert gab sich nachdenklich: „Ob das geht, das weiß ich auch nicht“ – das volle Lager dabei immer im Hinterkopf. Gerade erst als Chef zu Salamander gekommen, um den Schuhhersteller aus der Krise zu holen, zog er den Auftrag an Land.

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Neuer Mieter auf dem Areal

Weitere Kindertagesstätte auf dem Salamander-Areal

Das Salamander-Areal in Kornwestheim bekommt Zuwachs: Am 1. Juli 2016 öffnet die Kindertagesstätte „Happy Clouds“ ihre Türen und lädt Kinder im Alter von 2-6 Jahren zum Spielen und Lernen ein.

Mit der zusätzlichen Kita auf dem Salamander-Areal wird das Angebot für Eltern, die auf dem Salamander-Areal wohnen, weiter ausgebaut. Neben dem Angebot der Kindertagesstätte „Lurchi“, die Platz für über hundert Kinder bietet, wird eine weitere Kita eröffnet, in der bis zu 30 Kinder betreut werden können. Die interkulturelle Kita „Happy Clouds“ setzt auf altersgemischte Gruppen, in denen die Kleinen von den Großen lernen und die Großen ihre bereits erlernten sozialen und emotionalen Fähigkeiten beim Umgang mit den Kleineren vertiefen können.

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Filmdreh auf dem Salamander-Areal

files/salamander-areal.de/Blog/auf dem Areal/filmdreh-vierhaendige/set-im-foyer.jpgHistorisches Ambiente des Salamander-Areals wird zum Drehort

Großer Drehtag auf dem Salamander-Areal! Die “Efttal Film- und Fernsehproduktion” war bei uns zu Gast, um Szenen für den Film “die Vierhändige” zu drehen.

Schon am frühen Morgen rückte die Crew an: In der Eingangshalle des Hauptgebäudes wurden Schienen verlegt für den sogenannten Dolly, um ruckfreie und weiche Kamerafahrten drehen zu können. Im Foyer und Treppenhaus fanden sich unsere Mitarbeiter inmitten ungewohnter Utensilien wie Kabel, Ton-Angeln und Scheinwerfern in einem Filmset wieder.

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Parken auf dem Salamander-Areal

Mehr Chancen auf freie Parkplätze

Parken auf dem Slamander-Areal

Seit September 2015 werden für das Parken auf dem Areal Gebühren erhoben. Dies hat eine deutliche Entlastung bewirkt: Besucher finden jetzt in der Regel ohne lange Suche einen freien Parkplatz.

Wir wünschen allen Besuchern und Beschäftigten einen entspannten Aufenthalt auf dem Salamander-Areal.

Bild: IMMOVATION

[mso immovation]

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Auszeichnung

ImmobilienScout24 zeichnet Salamander-Areal als Premium-Partner aus

Salamander-Areal - immobilienscout24  Premium-PartnerDas führende Immobilienportal ImmobilienScout24 hat die Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim mbh (IPSAK) im Februar 2015 als eine der besten Immobiliengesellschaften ausgezeichnet.

Den Titel „Premium-Partner“ erhalten nur Immobilienprofis, die sich durch langjährige Erfahrung am Markt und besonderes Engagement für ihre Kunden hervor getan haben. Mieter und Käufer haben die IPSAK in allen Kriterien  überdurchschnittlich positiv bewertet. Damit zählt das Unternehmen zu den besten Anbietern von Wohnimmobilien in Deutschland. [mso immovation]

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Grundbuchzentralarchiv

Zweite Phase für Grundbuchzentralarchiv ...

Hoher Besuch auf dem Salamander-Areal! Neben dem baden-württembergischen Justizminister Dr. Rainer Stickelberger gaben sich Professor Dr. Robert Kretzschmar, Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, Claus Schmiedel, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag, und der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Hermann die Ehre.

Grund ihres Besuchs: Die Einlagerung aus den Grundbuchämtern des Landes geht in die zweite Phase. Am 21.03.2012 ist das Grundbuchzentralarchiv in Kornwestheim ist offiziell in Betrieb gegangen. Auf einer Fläche - größer als zwei Fußballfelder - werden seither auf dem historischen Salamander-Areal Grundbücher und Grundakten gelagert. [jpb immovation]

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Grundbuchzentralarchiv

8.3.2014: Tag der Archive im Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim

Beschriftung er Stufen auf dem ArealDas Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim ist anlässlich des deutschlandweiten "Tag der Archive" erstmals einem breiteren Publikum zugänglich

>> 8.3.2014, 10.00–16.00 Uhr <<

Unter der Leitfrage "Wer sind wir und was tun wir?" stellt sich am 8.3.2014 das Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim(GBZA) erstmals einem breiteren Publikum vor. Von 10.00 bis 16.00 Uhr können interessierte Besucherinnen und Besucher an Führungen teilnehmen oder sich an Informationsständen über die Aufgaben und Tätigkeiten des Grundbuchzentralarchivs informieren.

Fotoausstellung und Kinderprogramm

Eine Ausstellung von ausgewählten Unterlagen zeigt die Vielfalt und den Wandel, der sich im Grundbuchwesen im Laufe der Jahrhunderte vollzogen hat. Des Weiteren werden Stücke aus dem archivischen Alltag des GBZA zu sehen sein sowie eine kleine Auswahl an Fotografien des Künstlers Joachim M. Feigl zum Thema "Menschen in Archiven". Für die jüngeren Besucher wird ein Kinderprogramm angeboten.

Der Eintritt ist kostenlos. Das Grundbuchzentralarchiv befindet sich im Salamander-Areal Kornwestheim, Stammheimer Straße 10, Bau 7 (Grundbuchzentralarchiv Anlieferungsbereich). [jpb immovation]

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Kalender, Kalender ...

Rückblick: Offene(s) Tür(chen) im Dezember 2014

Loft-Kornwestheim-Salamander-ArealSchöne Idee der Kornwestheimer Zeitung: Wir alle lieben es, im Advent Türchen um Türchen zu öffnen. Die KWZ nahm das wörtlich und öffnete viele wirkliche Türen. 

Unter dem Motto "Wir öffnenTüren" hieß es im Dezember 2013: "Hinter manch einer Tür in dieser Stadt können die Kornwestheimerinnen und Kornwestheimer normalerweise keinen Blick werfen. In diesenTagen schon – dank unseres Advents-Kalenders." Der Weg der Journalisten führte sie auch auf das Salamander-Areal. Hier haben wir den Artikel für Sie hinterlegt. Viel Spaß beim Lesen. 

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Geschichte des Salamander-Areals

Im Westen kein Ost-Lurchi

Die Schuhmarke Salamander ist weltbekannt und beliebt. Auch die DDR wurde zu ihrer Zeit auf das Qualitätsprodukt des Westens aufmerksam und machte dem damaligen Chef Dazert ein Angebot, das dieser nicht ablehnen konnte. Im Folgenden geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in einen Teil der Geschichte des großen Schuherstellers, dem unser Salamander-Areal in Kornwestheim seinen Namen verdankt.

Im Herbst 1973 klingelte plötzlich das Telefon von Salamander-Chef Franz Josef Dazert. Am anderen Ende der Leitung war Hans-Joachim Herzer aus Ostberlin, der Schuhe kaufen wollte. Der Auftrag sollte 200.000 Paar umfassen - bis Weihnachten wäre schön. Taktiker Dazert gab sich nachdenklich: „Ob das geht, das weiß ich auch nicht“ – das volle Lager dabei immer im Hinterkopf. Gerade erst als Chef zu Salamander gekommen, um den Schuhhersteller aus der Krise zu holen, zog er den Auftrag an Land.

Export und Gestattungsproduktion

Der Auftrag war der Schritt in das DDR-Geschäft, wodurch Salamander zum Vorreiter in Deutschland wurde. Während der folgenden Jahre wurden jährlich bis zu 500.000 Paar Schuhe in den Osten exportiert, wo sie in teuren Exquisit-Läden an gut betuchte Kunden verkauft wurden. Im Jahr 1976 vereinbarte Salamander mit dem Außenhandelsunternehmen Interpelz eine Lizenzproduktion in der DDR, die auf Wunsch der Deutschen Demokratischen Republik als „Gestattungsproduktion“ betitelt wurde, um sie nicht zu sehr nach Kapitalismus klingen zu lassen. So durften in acht DDR-Fabriken jährlich bis zu fünf Millionen Paar Schuhe gefertigt werden. Zusätzlich sicherte die DDR den Kauf von 500.000 Paar pro Jahr aus westlicher Produktion zu.

Oststandard ähnelt dem im Westen

Der damalige Geschäftsbereichsleiter und kreative Kopf der Gestattungsproduktion Klaus Dobelmann beschrieb die Produktionsbedingungen im Osten als „absolut in Ordnung“. Die Arbeiter seien zufrieden gewesen und die Ausstattung der Betriebe befand sich auf hohem Niveau. „Von der Produktionstechnik her war die DDR auf dem gleichen Niveau wie wir. Aber es sind ja die Feinheiten, die den Qualitätsschuh ausmachen“, berichtet Dobelmann. „Die Leute haben sich wohl gefühlt“, erzählt er weiter, „denn sie konnten sich bei ihrer Arbeit höher qualifizieren und das Produkt verbessern. Man hat gemerkt, dass sie das sehr geschätzt haben“.

Ostproduktion im Westen nicht gestattet

Vereinbart war mit der DDR, dass Salamander-Schuhe aus der Ost-Produktion nicht in den Westen gebracht werden durften. Da es doch viele Menschen taten, sorgte das Unternehmen dafür, dass die Ost-Produkte erkennbar wurden: sie wurden mit einem alten Lurchi-Markenzeichen versehen, das im Westen so nicht mehr verwendet wurde.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist …

… bekanntlich besser. Die DDR-Produktion wurde von Salamander genau überwacht. Für die Einhaltung der Qualitätsstandards wurden extra Schuhtechniker in den Partnerbetrieben beschäftigt, die alles genau verfolgten. Für die Produktion erhielten die Fabriken Angaben über die Bestandteile der Schuhe, inklusive Materialvorgaben, Modellschablonen und Arbeitsabfolgen. Die Betriebe besorgten das Material selbst, mussten zuvor jedoch alles genehmigen lassen. Die finale Kontrolle der fertigen Produkte übernahmen Dobelmann und Technikvorstand Klaus Franke. Stichprobenartig kontrollierten sie von jedem Modell bis zu 200 Paar. War der Qualitätsstandard nicht erreicht, wurde das Logo entfernt und die Ware landete als Zweite-Wahl-Artikel im Handel. Dobelmann kommentiert: „Unsere Besuche waren ziemlich gefürchtet“ – aber höchstwahrscheinlich einer der Gründe, weshalb die Produkte von Salamander ihre besondere Qualität besaßen.

Vieles von Salamander ist heute Geschichte, aber beliebt ist die Schuhmarke um den kleinen „Lurchi“ auch noch in der Gegenwart.